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Verband Arbeitssicherheit | Mittwoch, 08 September 2010
Home Presse Der Stromunfall am Arbeitsplatz - eine unterschätzte Gefahr
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Der Stromunfall am Arbeitsplatz - eine unterschätzte Gefahr |
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Autor: Dr. Hans Peter Aichberger
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Seite 2 von 4 Auswirkungen des Stroms Die
Wirkung des elektrischen Stromes auf den Körper wird durch die
Stromstärke, die den menschlichen Körper durchfließt, bestimmt. Dabei
hängt die Stromstärke von der angelegten Spannung und dem Widerstand
des menschlichen Körpers, der Bekleidung der Füße und dem
Fußbodenwiderstand ab. Beim Tragen von Schuhen mit dicken Gummisohlen
verringert sich die Stromstärke ebenso wie bei isolierenden Fußböden.
Beim
Unfall im Niederspannungsbereich sind die schädigenden Wirkungen auf
seine spezifische Reizwirkung auf erregbare Gewebe wie Herz, Nerven und
Muskeln zurückzuführen: es kommt hierbei häufig zu Reflexen und
unkontrollierten Bewegungen des Verunglückten, die dann einen
Sekundärunfall (Prellungen, Sturz von einer Leiter, Abrutschen der Hand
und Hineingreifen in sich bewegende Maschinenteile) nach sich ziehen
können. Problematisch wird es, wenn sich die Verkrampfung dahingehend
auswirkt, dass der Betroffene den Kontakt zur Stromquelle nicht
unterbrechen kann, sodass ein wesentlich länger dauernder Stromfluss
durch den Körper entsteht und lebensbedrohliche Störungen der
Körperfunktionen ausgelöst werden (z. B. Kammerflimmern!,
Herzrhythmusstörungen). Auch sind Auswirkungen auf das zentrale
Nervensystem möglich, wobei das markanteste Merkmal die
Bewusstlosigkeit darstellt, die meist nur über Sekunden oder Minuten
andauert. Weitere Symptome sind Taubheitsgefühl,
Gefühl der Lähmung, Kraftlosigkeit, Kopfschmerzen, Angst, Übelkeit und
Reizbarkeit. Die Symptome klingen üblicherweise nach Stunden ab. Beim
Unfall im Hochspannungsbereich (starke Ströme, lange Stromeinwirkung)
steht infolge der hohen Stromwärme die Verbrennung (besonders
Verbrennungen der inneren Organe bzw. Gewebe) im Vordergrund. Die
Verbrennung stellt die häufigste Schädigung bei Elektrounfällen dar.
Bei Verbrennungen durch den elektrischen Strom ist es außerordentlich
schwer , das Ausmaß der Verletzung festzustellen, da die thermischen
Schäden oft in der Tiefe liegen und an der Hautoberfläche kaum
Verletzungen (Strommarke) vorliegen. Bei Unfällen durch
Lichtbogeneinwirkung (Kurzschluss) treten vor allem äußere thermische
Schädigungen der Haut auf; es handelt sich hierbei um ganz ähnliche
Schädigungen, wie sie bei einem Verbrennungsunfall durch offenes Feuer
entstehen.
 Verbrennung durch Lichtbogen-Kurzschluss
Die
Schwere der Verletzung ist abhängig von der Stromspannung, der
Stromstärke, der Frequenz des Stromes, der Dauer des Stromflusses, der
Größe der Berührungsfläche, der Feuchtigkeit und Leitfähigkeit der
Haut, des Standplatzes und vom Weg, den der Strom durch den Körper
(Herz) nimmt sowie vom Alter bzw. dem Gesundheitszustand des
Verletzten. Daraus ergibt sich, dass bei Stromunfällen die
unterschiedlichsten Auswirkungen möglich sind und von harmlosen bis zu
tödlichen Verletzungen alle Zwischenstadien vorkommen können.
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In den letzten Monaten war dieses Thema ständig in den Schlagzeilen. Es gab den Weltfrauentag mit vielen internationalen Berichten, es gab den österreichischen Frauenbericht 2010 und es gab eine Initiative von EU-Kommissarin Reding, die mit Herbst dieses Jahre Maßnahmen plant, um binnen fünf Jahren die Arbeitseinkommen von Frauen an die der Männer anzugleichen. |
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