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Verband Arbeitssicherheit | Mittwoch, 08 September 2010
Home Presse Der Stromunfall am Arbeitsplatz - eine unterschätzte Gefahr
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Der Stromunfall am Arbeitsplatz - eine unterschätzte Gefahr |
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Autor: Dr. Hans Peter Aichberger
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Seite 3 von 4 Verhalten bei Stromunfällen
Blitzpfeil Dreieck
Bergen des Verunfallten: dabei zuerst Selbstschutz beachten!
1. aus dem Niederspannungsbereich (bis 1000 Volt): Wenn möglich vor der Bergung Stromkreis unterbrechen (Stecker ziehen, FI- Schalter betätigen, Sicherung herausnehmen) Wenn
eine Unterbrechung nicht möglich ist, eine Isolierung zum
Verletzten herstellen(Gummihandschuhe, Porzellanteller) Unfallopfer an trockenen Kleidern aus dem Gefahrenbereich ziehen für isolierenden Standort sorgen
2. aus dem Hochspannungsbereich (über 1000 Volt): Bergung nur von zuständigen Fachleuten keine Annäherung an den Verletzten über Polizei das zuständige E-Werk verständigen, denn Sicherungsmaßnahmen durch Spezialkräfte sind notwendig
 Defekte Steckdose
Erste Hilfe- Bergen (siehe oben):
- Notfalldiagnose
stellen und entsprechende lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen:
Beatmung, Herzdruckmassage, Frühdefibrillation: Mittel der Wahl beim
Kammerflimmern (kann bei halbautomatischen Geräten vom entsprechend
eingeschulten Laien durchgeführt werden)
- bei
Verbrennungen: an den Kontaktstellen oder an der vom Flammbogen
getroffenen Haut können breitflächige Brandwunden oder Verkohlungen
auftreten. Bei ausgedehnten Verbrennungen besteht die Gefahr eines
Verbrennungsschocks und eines Nierenversagens. Als Soforthilfe kommt
der raschen und intensiven Kühlung der Haut und der tiefer liegenden
Weichteile große Bedeutung zu. Die Kühlung sollte je nach Umfang der
Verbrennung mindestens 20 bis 45 Minuten andauern. Achtung: Rasche und intensive Abkühlung der Brandstellen entscheidet oft über das weitere Schicksal des Verunfallten. Nötigenfalls
während des Transportes die Brandstellen durch Auflegen von nassen,
kalten Tüchern weiter kühlen. Erst nach abgeschlossener Kühlung Anlegen eines sauberen Deckverbandes (Infektionsgefahr). Verboten: Blasen öffnen, Anwenden von Hausmitteln(Brandsalben, Alkohol, Fett, Mehl), Wunddesinfektion
- Schockbekämpfung: durch Zuspruch, Beruhigen, Schutz vor Auskühlen
Grundsatz: Jeder Elektroverunfallte muss in ärztliche Untersuchung, auch wenn keine äußeren Verletzungen feststellbar sind!
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Wussten Sie... |
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In den letzten Monaten war dieses Thema ständig in den Schlagzeilen. Es gab den Weltfrauentag mit vielen internationalen Berichten, es gab den österreichischen Frauenbericht 2010 und es gab eine Initiative von EU-Kommissarin Reding, die mit Herbst dieses Jahre Maßnahmen plant, um binnen fünf Jahren die Arbeitseinkommen von Frauen an die der Männer anzugleichen. |
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