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Verband Arbeitssicherheit | Mittwoch, 08 September 2010
Home Presse Der Stromunfall am Arbeitsplatz - eine unterschätzte Gefahr
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Der Stromunfall am Arbeitsplatz - eine unterschätzte Gefahr |
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Autor: Dr. Hans Peter Aichberger
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Seite 4 von 4 Unfallstatistik und Vermeiden von Unfällen
 Reinigung unter Hochspannung
Zwar
ist die Zahl tödlicher Stromunfälle in den letzten 30 Jahren stark
zurückgegangen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen
Unfalls durch Strom deutlich geringer als bei anderen Unfallquellen.
Aber während im privaten Bereich ein Rückgang der Elektrounfälle zu
verzeichnen ist, ist die Unfallrate im gewerblichen Bereich noch
relativ hoch, auch wenn Arbeitsschutzbestimmungen hier ebenfalls zu
einer Verbesserung der Situation beigetragen haben. Im gewerblichen
Bereich ereignen sich fast 90% der Elektrounfälle im
Niederspannungsbereich. Besonders häufig sind die Berufsgruppen der
Monteure und Schaltwärter bei elektrotechnischen Berufen und die
Facharbeiter bei nichtelektrotechnischen Berufen in der Unfallstatistik
vertreten. Eine Analyse der Unfallberichte macht deutlich, dass auch im
gewerblichen Bereich Verhaltensfehler auffällig oft zu den
Unfallursachen gehören. Nur durch bewusste Anwendung von festgelegten
Sicherheitsmassnahmen (z.B. persönliche Schutzausrüstung bei Arbeiten unter Spannung)
kann die Zahl der Stromunfälle deutlich verringert werden. Dazu müssen
aber die 5 Sicherheitsregeln (Freischalten, gegen Wiedereinschalten
sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen, unter
Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken) und die Organisation
von Arbeitsabläufen unter sicherheitstechnischen Aspekten bekannt sein. Zusammenfassend
kann man sagen, dass jeder Stromunfall immer zu einem
lebensbedrohlichen Zustand führen kann und soll daher, auch trotz der
hohen Sicherheitsstandards, niemals unterschätzt werden. Dr. Hans Peter Aichberger Geboren am 10.1.1960 in Innsbruck Medizinstudium und Promotion 1987 in Innsbruck Arzt für Allgemeinmedizin seit 1992 Notarztdiplom seit 1992 Arbeitsmediziner beim AMD Salzburg seit 1996
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In den letzten Monaten war dieses Thema ständig in den Schlagzeilen. Es gab den Weltfrauentag mit vielen internationalen Berichten, es gab den österreichischen Frauenbericht 2010 und es gab eine Initiative von EU-Kommissarin Reding, die mit Herbst dieses Jahre Maßnahmen plant, um binnen fünf Jahren die Arbeitseinkommen von Frauen an die der Männer anzugleichen. |
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