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Seite 1 von 2 Die med con team verbindet mit der Dräger AG eine langjährige Partnerschaft, die sich in der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Praxisorientiertes Risikomanagement - in einem Tag zum Pandemieplan" in Deutschland und Österreich manifestierte.Anlässlich des Sicherheitstages der Dräger Safety Austria in Wien konnten sich Interessierte aus den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Technik, Infrastruktur und Security mit dieser zunächst provozierend klingenden These auseinandersetzen. Die Ausführungen z.B. von Dozent Stefan Lob ließen sehr schnell erkennen, dass das Erstellen eines Pandemieplanes für ein vorausschauendes Unternehmen eine mehr als sinnvolle und dabei auch überschaubare Investition darstellt, denn nirgendwo sonst gilt mehr: Be prepared! Die finanziellen Belastungen im Falle einer Pandemie sind für ein unvorbereitetes Unternehmen um ein Vielfaches höher, als für solche Einrichtungen, die einen darauf abgestimmten Notfallplan haben. Im Übrigen lassen sich durch einfache Hygienemaßnahmen bereits ohne eine Pandemie Kosten einsparen.  V.l.n.r.: Ing. Johann Karmel (GF Dräger Safety Austria), Dr. Michael Weinlich (med con team), DI Wilhelm Schön, Hauptstelle für das Grubenrettungs- und Gasschutzwesen GmbH
Es gibt einige Leitfragen und Vorüberlegungen, die grundsätzlich bei der Erstellung eines Pandemieplanes sehr hilfreich sind, so auch Dozent Lob. Klar sein sollte sich jedes Unternehmen vorab über die eigene Firmenphilosophie und die daraus resultierenden notwendigen Aktionen im Pandemiefall. Damit ist der Handlungsrahmen abgesteckt. Gerade wenn bei einer pandemischen Notlage alle betroffen sind, und kaum Unterstützung von außen zu erwarten ist, muss ein Unternehmen eigenständig reagieren können. Je länger es das kann, desto erfolgreicher bleibt es. Das kann sogar - etwa im Falle von Infrastruktur- oder Logistikunternehmen - zu echten Wettbewerbsvorteilen in der Krise führen, wenn es dann heißt: „Wir liefern trotzdem weiterhin aus" oder „Wir fahren trotz allem weiter".
In einer Pandemiesituation verschärfen sich die Risiken aller Unternehmen zum Teil dramatisch. Alle Szenarien gehen bei einer H1N1-Pandemie von einer generellen durchschnittlichen Erkrankungsquote von ca. 30% aus. Aus der Sicht des Unternehmens handelt es sich um einen plötzlichen, unerwarteten Mitarbeiterausfall. Was heißt das für mein Unternehmen? Es gilt, diese Risiken herauszuarbeiten und ihre jeweilige Relevanz zu definieren. Fällt in einer Kommune beispielsweise der öffentliche Personennahverkehr komplett aus, so hat die Kommune mehr damit zu kämpfen als dort angesiedelte Industrieunternehmen. Tauchen in einem produzierenden Betrieb plötzlich viele H1N1-Krankheitsfälle auf, so kann die Firma etwa mit verschärften Hygieneanweisungen, Separierung innerhalb von Abteilungen, Verlagerung der Aufträge nach außen oder einem gezielt angewandten Schichtmodell darauf reagieren.
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