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Verband Arbeitssicherheit | Mittwoch, 08 September 2010
Home M.A.S. - Die Zeitung Gesundheit hat Priorität
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Seite 1 von 3 Während die Diskussionen über die Neue Grippe in allen Medien breiten Raum einnimmt, haben wir uns bei der kompetentesten Stelle erkundigt. Mit Dr. Silvia Glaser, Managerin der Abteilung Occupational Health Services & Health Promotion bei Baxter, haben wir über den Stellenwert von Arbeitssicherheit in dem wohl derzeit bekanntesten Pharmaunternehmen gesprochen und dabei internationales Niveau kennengelernt. 
MAS: Wir wurden gerade in letzter Zeit oft gefragt: Wie muss man sich Arbeitssicherheit in Betrieben vorstellen, die wie bei Ihnen mit so vielen unterschiedlichen Gefahrenquellen zu tun haben?
Dr. Glaser: Für Baxter, einem Unternehmen des Gesundheitsbereiches, das lebenserhaltende und lebensrettende Medikamente für chronisch und akut erkrankte Menschen herstellt, hat Sicherheit und Gesundheit der eigenen MitarbeiterInnen stets oberste Priorität und findet sich in den Unternehmenszielen wieder. Die vielen verschiedenen Arbeitsstoffe, von Chemikalien über Blut- und Blutplasma bis hin zu biologischen Arbeitsstoffen, die tagtäglich in den Produktionsstätten als auch Forschungslaboratorien verwendet werden, bergen selbstverständlich Gefahren in sich. Durch bestmögliche Sicherheitseinrichtungen, entsprechende persönliche Schutzausrüstung und wiederkehrende, intensive Schulung unserer MitarbeiterInnen können diese Gefahren jedoch auf ein Minimum reduziert werden. Durch ständige Bewußtseinsbildung bleibt unseren MitarbeiterInnen zwar der Respekt im Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen erhalten, durch die tägliche Routine und entsprechende ärztliche Präventivmaßnahmen, wie arbeitsmedizinische Untersuchungen und Impfungen, wird unseren Mitarbeitern aber jegliche Unsicherheit genommen.
MAS: Wie sehen Sie die Probleme bei Ihrer Tätigkeit in einem Betrieb, der für Gesundheitsprävention sorgt? Müssen da nicht auch die Mitarbeiter hochsensibilisiert in der Produktion arbeiten, gleichzeitig aber auch auf die eigene Sicherheit achten?
Dr. Glaser: ArbeitnehmerInnen in einem Pharmabetrieb mit höchsten Qualitätsansprüchen werden laufend auf ihre hochsensiblen Tätigkeiten in Produktion oder Forschung geschult. Ein Teil dieser Schulung bezieht sich selbstverständlich auf die Einhaltung aller Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften. Daneben ist es uns Präventivkräften aber ein wesentliches Anliegen, die „Awareness", also die Aufmerksamkeit unserer MitarbeiterInnen für Sicherheit und Gesundheit bestmöglich zu fördern. Nur wenn eine gewisse Sensibilisierung stattgefunden hat und der Einzelne schließlich erkennt, dass er selbst für seine Gesundheit verantwortlich ist, wird er umsichtig mit den verschiedenen Arbeitsstoffen hantieren, Sicherheitsbestimmungen einhalten und das Tragen seiner Schutzausrüstung nicht nur als Pflicht, sondern vielmehr als Selbstverständlichkeit betrachten.
Ein weiterer Schwerpunkt bei Baxter in Richtung Arbeitssicherheit stellt der Arbeitsplatzevaluierungsprozess („Risk Assessment") dar, der von den Führungskräften in Zusammenarbeit mit der Abteilung EHS (Environment Health and Safety) durchgeführt wird. Hier werden arbeitsbedingte Gefahren für Sicherheit und Gesundheit laufend evaluiert und entsprechende Maßnahmenpläne entwickelt. In dem Prozess eingebunden werden speziell ausgebildete Personen wie Sicherheitsvertrauenspersonen, Ersthelfer und die bei Baxter ausgebildeten ERGO Guides. Das sind über 200 MitarbeiterInnen, die ergonomisch geschult wurden um direkt am „shop floor" Kolleginnen und Kollegen ergonomisch beraten und unergonomische Situationen rasch beheben zu können.
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