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Exakt am Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz wurde die neue Kampagne für gesunde Arbeitsplätze vorgestellt: „Im Mittelpunkt Instandhaltung". Diese Kampagne hat in den nächsten zwei Jahren das Ziel durch die Förderung eines integrierten Konzepts für die Instandhaltung nachhaltig auf gesunde und sichere Arbeitsplätze hinzuwirken. 
Hintergrund ist, dass in manchen Ländern bis zu 20% aller Arbeitsunfälle mit Instandhaltung zusammenhängen, in mehreren Branchen sind es schon fast die Hälfte. Schätzungen zufolge (Quelle: OSHA) sind in Europa 10-15% aller tödlichen Arbeitsunfälle bei der Arbeit auf Instandhaltungsarbeiten zurückzuführen. Bei der Vorstellung der Kampagne anlässlich einer Pressekonferenz in Wien kam die Bedeutung dieses Themas besonders stark zum Ausdruck. Das BMASK, die AUVA,die Wirtschaftskammer Österreich, die Arbeiterkammer Österreich und der österreichische Verband MFA stellte sich gemeinsam in den Dienst des gemeinsamen Zieles, diese gefährlichen Entwicklungen bei Instandhaltung einzudämmen. Sektionschefin Prof.in Dr.in Eva-Elisabeth Szymanski (Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz) stellte dann auch diese Ziele vor: „ Die Kampagne soll eine Sensibilisierung für die mit der Instandhaltung am Arbeitsplatz verbundenen Gefährdungen und Veranschaulichung, dass diese Risiken nachhaltig beseitigt oder verringert werden können ... Die intensive Zusammenarbeit aller Akteurinnen und Akteure des Arbeitsschutzes im Rahmen der österreichischen Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 wird auch einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der Kampagne leisten. Denn nur durch Bündelung der vorhandenen Ressourcen kann es gelingen, wichtige Akzente und vielfältige Aktivitäten zum Thema „Sichere Instandhaltung" zu setzen." DI Peter Vavken, Generaldirektor der AUVA, wies darauf hin, dass nach internationalen Erfahrungswerten die Unfallrate ungefähr viermal so hoch wie bei sonstigen Tätigkeiten ist. Die AUVA wird 2010 und 2011 einem besonderen Schwerpunkt zum Thema Instandhaltung in der Präventionsarbeit setzen und dabei die KMU als besonders wichtige Zielgruppe einplanen. Mag. Heinz Kogler (Wirtschaftskammer Österreich) begrüßte im Namen seiner Institution diese Kampagne und wird diese auch unterstützen. „Die WKÖ wird über ihr Netzwerk und gemeinsam mit dem Enterprise Europe Network dazu beitragen, dass die Informationen über die europäischen Kampagnen den Unternehmen bekannt gemacht werden." Alexander Heider AK-Wien, der auch im Verwaltungsrat der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz tätig ist, wies besonders auf die psychischen Belastungen hin: „Bestehen Zweifel über den technischen Zustand sind ArbeitnehmerInnen psychisch stark belastet. Beispielsweise wenn sie glauben, dass sie mit nicht einwandfrei funktionierenden Arbeitsmitteln oder mit nicht sicherer PSA arbeiten müssen. Auch deswegen müssen sie informiert und unterwiesen werden, um Gefahren rechtzeitig erkennen und melden zu können." DI Dr. Andreas Dankl (MFA - Maintenance and Facility Managment Society of Austria) fasste zusammen, dass rund 10-15% der Österreichischen ArbeitnehmerInnen im Sektor Instandhaltung tätig sind und dass deren Leistungsdruck natürlich auch durch die enormen Kosten bei Ausfall von Anlagen verursacht wird. Im Namen der MFA kündigte er eine umfangreiche Studie zu diesem Thema an, da hier noch viele Fakten zu untersuchen sind, auch wenn Österreich im EU-Vergleich recht gut platziert ist. |